Der-flasche-Polizist

Falscher Polizist

Bei der zurzeit im Kanton Zürich zunehmend angewendeten Betrugsvariante gibt sich der Täter als Polizist aus. Die Telefonanrufe erfolgen oft unter einer technisch manipulierten Rufnummer. So kann selbst die Polizeirufnummer auf dem Display erscheinen.

Tatablauf

  1. Das Opfer erhält den Telefonanruf eines vermeintlichen Polizisten.
    Dieser erzählt eine bestechende Geschichte. Beispielsweise, dass er in einem Betrugsfall ermittle und eine Verhaftung unmittelbar bevorstehe.
  2. Das Opfer wird aufgefordert, bei der Aufklärung der Straftat mitzuwirken.
    Das Opfer wird dringend gebeten, bei der Aufklärung des Betrugsfalls mitzuhelfen und gleichzeitig überzeugt, dass sein Geld auf der Bank nicht mehr sicher sei, da man bei den Ermittlungen auf seine Bankdaten gestossen sei.
  3. Das Opfer wird überzeugt, sein Geld und andere Vermögenswerte bei der „Polizei“ in Sicherheit zu bringen.
    Dabei drängt der Anrufer auf rasches Handeln und absolute Verschwiegenheit.
  4. Hat das Opfer in die Mitwirkung eingewilligt, wird es aufgefordert, seine Vermögenswerte bei der Bank zu beziehen.
    Der Anrufer warnt vor vermuteten Mittätern in der betroffenen Bank, weshalb mit niemandem, schon gar nicht mit den Bankangestellten, über die Polizeiaktion gesprochen werden dürfe.
  5. Das Opfer wird zur Übergabe des Geldes aufgefordert.
    Für den erfolgreichen Abschluss der vermeintlichen Polizeiaktion übergibt das Opfer sein Geld oder deponiert dieses an einem angewiesenen Ort.

Wie Sie sich beim Anruf eines Telefonbetrügers richtig verhalten, erfahren Sie hier!

Weshalb funktioniert die Masche?

Weil sie besonders perfid und arglistig ist! Die Angst um das eigene Ersparte und die Überzeugung, für den polizeilichen Erfolg unentbehrlich zu sein, werden durch den Täter gezielt ausgelöst. Das Lob für die couragierte Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden stärkt das Vertrauen in den Täter und das Bewusstsein, das Richtige zu tun. Die auf dem Display erscheinende verfälschte Rufnummer – häufig eine polizeiähnliche Nummer – hält das Opfer davon ab, die Geschichte zu hinterfragen.

Weitere Tipps finden Sie hier!